Die Abendrealschule Heilbronn - das Original

Der Realschulabschluss ist heutzutage Voraussetzung für viele berufliche Laufbahnen oder geht den darauf aufbauenden
Schularten voraus. Unsere seit 1963 bestehende Schule bietet die Möglichkeit, diesen Realschulabschluss im Abendunterricht zu erreichen.

Die Abendrealschule Heilbronn führt in zwei Jahren zum Realschulabschluss. Der Unterricht wird in den Räumen der Helene-Lange-Realschule in der Weststraße 33 erteilt. Diese Schule in der Nähe des Hauptbahnhofs ist gut mit der Stadtbahn erreichbar.

 

Neuigkeiten

Schule und Bibliothek - eine ideale Ergänzung

Erfolgreiches Lernen bedeutet heutzutage außer Eigeninitiative zu zeigen auch Unterstützung und Service  von außen in Anspruch nehmen. Zu wichtigen Lernstationen haben sich längst die Bibliotheken entwickelt - wichtig jedoch ist die Kenntnis der vielfältigen Angebote. Um sich grundlegend dafür zu rüsten, erkundete eine Schülergruppe der ARS Heilbronn unter fachkundiger Anleitung von Christopher Kraus die Stadtbibliothek  Heilbronn. Neben den Informationen über die weitgehend selbst zu erledigenden Ausleih- und Rückgabefunktionen z. B. für Bücher  gehörten  bei der interessanten Führung detaillierte Informationen über die verschiedenen Abteilungen, und vor allem über die konkrete Suche nach einem Medium. Die Schüler erkannten auch die Möglichkeit, sich im Bedarfsfall  von den Bibliotheksmitarbeitern beraten zu lassen, um die richtige Auswahl unter den ca. 250 000 vorhandenen Büchern, Zeitschriften, Spiele, Noten, CDs, DVDs und sonstigen digitalen Medien wie z. B. E-Books und E-Papers,  treffen  und den Aufenthalt in der Bücherei so optimal als möglich gestalten zu können.  Denn moderne Stadtbibliotheken wie Heilbronn verstehen sich schon lange als Ort der Begegnung, der kulturellen Teilhabe, und das Bild aktiv arbeitender Schüler gehört einfach dazu: In angenehmer Lernatmosphäre dürfen Referate vorbereitet, Laptops und Internetzugänge genutzt oder Spezialliteratur herangezogen werden. Wer darüber hinaus außerhalb der Öffnungszeiten zu Hause die Lernprozesse fortsetzen möchte, kann dies als angemeldeter Bibliotheksbenutzer durch die Online-Angebote realisieren, besonders die Online-Sprachkurse erweisen sich als wertvolle Basis für sprachlernbegierige Schüler. Die Gruppe der Abendrealschule war beeindruckt und überzeugt, mit dem Zugewinn an Kenntnissen über die Großstadtbibliothek im K 3, ihren Weg zur Mittleren Reife noch zielgerichteter und erfolgreicher beschreiten zu können, so der Tenor gegenüber der kontaktvorbereitenden Bibliotheksmitarbeiterin Amelie Ganßer.

Freya Klier: Aus meinem Leben - Leben in einer Diktatur

Die Schriftstellerin, Schauspielerin und Filmemacherin Freya Klier besuchte mit Unterstützung durch die Konrad-Adenauer-Stiftung die Abendrealschule Heilbronn. Anhand ihrer Erlebnisse in der DDR vermittelte sie den Schülern sehr eindrucksvoll, wie eine Diktatur in das Leben jedes Einzelnen eingreift. Sie berichtete von der willkürlichen Inhaftierung ihrer Eltern, der  zwangsweisen Zeit im DDR-Kinderheim, ihrem gescheiterten Fluchtversuch und der allgegenwärtigen Bespitzelung und Unterdrückung im SED-Staat. Ausschnitte aus ihrem Film „Die Vergessenen – Tod, wo andere Urlaub machen“ zeigten, wie Menschen der Diktatur unter Einsatz ihres Lebens zu entfliehen versuchten. Anschließend entwickelte sich eine intensive Diskussion mit der DDR-Bürgerrechtlerin über den unschätzbaren Wert von Demokratie und Freiheitsrechten.

Zu den Fotos: Freya Klier demonstrierte „im Originalton“, wie Lehrer in der DDR mit ihren Schülern umgingen. Die ARS dankt Freya Klier für den spannenden Einblick in ihre Lebensgeschichte.

 

Im Dezember hat die Abendrealschule Heilbronn Michael G. Fritz aus Dresden zu Gast. Er liest aus seinem Roman „Ein bißchen wie Gott“.

 

Auf den Spuren von Theodor Fontane - Apotheker, Journalist, Theaterkritiker und Schriftsteller

Auf eine mehrtägige spannende Spurensuche begab sich dieser Tage  unsere Klasse II b mit ihrer Abschlussfahrt nach Berlin und Brandenburg. An zahlreichen Orten finden sich Gelegenheiten, dem ‚Dichter der Mark‘ zu begegnen. Mehrere Schwerpunkte hatten die Schüler in ihre Auswahl aufgenommen. Dazu gehörte Neuruppin, die Stadt, wo Theodor Fontane am 30. Dezember 1819 geboren wurde und später zur Schule ging. Ein von Max Wiese entworfenes und bereits 1907 eingeweihtes Denkmal erinnert dort an den Schriftsteller und v. a. an seine ‚Wanderungen durch die Mark Brandenburg‘.  Der Besuch des Neuruppiner Stadtmuseums ermöglichte an ausgesuchten Objekten einen Einblick in das Familienleben und den beruflichen Wandel des ‚gelernten Apothekers‘. Eine weitere Station der Spurensuche in der typisch märkischen Landschaft bildete die durch die ‚Birnen-Ballade‘ bekannte Gemeinde Ribbeck im Havelland. Anschaulich führte Brigitte Richert die Schüler durch die Geschichte der Dorfkirche und der Herren von Ribbeck. Auch der legendäre Birnbaum kam nicht zu kurz. In der Bundeshauptstadt Berlin standen zeitweilige Arbeitsplätze Fontanes, die Apotheke im Krankenhaus Bethanien und die ‚Polnische Apotheke‘ im Mittelpunkt des Schülerinteresses. Auch das Dichter-Grab auf dem Friedhof der Französischen Reformierten Gemeinde wurde von der ARS-Gruppe aufgesucht. Dort an der Liesenstraße in Berlin-Mitte hat Theodor Fontane, der am 20. September 1898 starb, an der Seite seiner Frau - Emilie Rouanet-Kummer - die letzte Ruhestätte gefunden.