Die Abendrealschule Heilbronn - das Original

Der Realschulabschluss ist heutzutage Voraussetzung für viele berufliche Laufbahnen oder geht den darauf aufbauenden
Schularten voraus. Unsere seit 1963 bestehende Schule bietet die Möglichkeit, diesen Realschulabschluss im Abendunterricht zu erreichen.

Die Abendrealschule Heilbronn führt in zwei Jahren zum Realschulabschluss. Der Unterricht wird in den Räumen der Helene-Lange-Realschule in der Weststraße 33 erteilt. Diese Schule in der Nähe des Hauptbahnhofs ist gut mit der Stadtbahn erreichbar.

 

Neuigkeiten

Heimerziehung in der DDR

Auf Biegen und Brechen - Heimerziehung in der DDR
In den ersten Wochen des kommenden Schuljahres 2018/19 zeigt die Abendrealschule Heilbronn im Rahmen eines Klassen-Projektes die Ausstellung „Auf Biegen und Brechen“ . Diese Präsentation wurde von der Gedenkstätte Geschlossener Werkhof Torgau in Sachsen konzipiert und bereits jetzt war Ingolf Notzke, wissenschaftlicher Mitarbeiter der Erinnerungsstätte, auf Einladung der Abendrealschule und der Initiativ-Klasse 1c von Torgau an der Elbe nach Heilbronn gekommen, um mit Gespräch und Vortrag ergänzende Vorbereitungen zu treffen. Ingolf Notzke erforscht die Geschichte der Heimerziehung in beiden deutschen Staaten. In Heilbronn stellte er zunächst das System der Heimerziehung in der DDR als Ganzes dar, das dem Ministerium für Volksbildung unterstellt und damit ideologisch fest eingebettet war. Ziel war die Erziehung zu einer „sozialistischen Persönlichkeit“, das bedeutete, die Eigenheiten im Denken und Verhalten der Jugendlichen zu beseitigen. Endstation im DDR-Erziehungsprogramm war der Geschlossene Jugendwerkhof Torgau, in dem mit psychischer und physischer Gewalt die „Umerziehungsbereitschaft“ der Zöglinge - von 1964 bis 1989 insgesamt rund 4000 Kinder und Jugendliche - hergestellt werden sollte. Eine gerichtliche Überprüfung der Verbringung in den geschlossenen Jugendwerkhof war nicht möglich, die ehemaligen ‚Eingewiesenen‘ sind teilweise heute noch traumatisiert. Aus den Ausführungen von Ingolf Notzke entwickelte sich eine rege SchülerInnen-Referenten-Diskussion über die Heimerziehung in der DDR - mit aktuellen Bezügen. MH.

 

 

Künstler an der Abendrealschule - ein Beitrag von Michael Conrad

Durch anklicken des Bildes erhält man einen Bericht

55 Jahre ARS Heilbronn

Dieses „runde“ Jubiläum kann unsere Schule 2018 feiern. Am 8. April 1963 hatte sich eine große Zahl von angesehenen und engagierten Persönlichkeiten aus dem Stadt- und Landkreis Heilbronn, aus Verwaltung, Industrie, Handwerk und Kirchen, zusammengetan, um den Bedarf an einer Schule des Zweiten Bildungsweges durch die Gründung einer Abendmittelschule zu decken. Vor allem die Veränderung in den Berufsbildern und die Notwendigkeit, den künftigen Mitgliedern von Führungsebenen eine fundierte Bildung auf dem Niveau der Mittleren Reife bieten zu können, bestärkte die Initiatoren in ihrer Absicht.

Zu den Mitgliedern der Gründungsversammlung gehörte auch Hubertus Graf Neipperg, der noch heute dem Kuratorium der 1977 in Abendrealschule umbenannten Einrichtung angehört. Von 1963 bis 2011 leitete Rechtsanwalt Dr. Rudi Vollmar dieses Gremium, seitdem ist Elke Reinecker Vorsitzende des ARS-Kuratoriums.

„Abendrealschulen bieten Qualität auf höchstem Niveau“, betont ARS-Landesverbandsvorsitzender MdL Winfried Mack in seinem Grußwort zur 55-Jahre-ARS-Jubiläumsschrift, „sie liefern ihren Absolventinnen und Absolventen das optimale Rüstzeug für eine Ausbildung und für den beruflichen Aufstieg.“ Und Elke Reinecker weist ergänzend darauf hin, dass nach wie vor „viele Arbeitgeber als Grundbedingung für eine Ausbildung, Beschäftigung oder Einstellung den Realschulabschluss als Nachweis für das Durchlaufen eines hochwertigen Bildungsganges verlangen.“