Deutsche Gesellschaft an der ARS: Jubel über den Fall der Mauer 1989

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Für Deutschland ist das Datum 9. November mehrfach schicksalhaft mit seiner Geschichte besetzt. Vor 30 Jahren fiel an diesem Tag die Mauer, ein Stück deutsch-deutscher Grenze, ein Sperrwerk mitten durch Berlin, das seit dem 13. August 1961 eine Stadt, eine Nation, zwei politische Systeme und - ganz unerträglich - Menschen trennte, die zusammengehören sollten und wollten. „Die Teilung war für beide Seiten schlimm,“ so der Schriftsteller und ehemalige DDR-Bürger Michael G. Fritz, einer der es wissen muss, vom DDR-Regime gemaßregelt ob seiner Meinung, insbesondere jene zur Ausbürgerung von Alexander Solschenizyn 1974 aus der UdSSR, hatte gravierend negative berufliche Folgen für ihn gehabt. „Der Mauerfall war nicht zu fassen,“ noch heute, drei Jahrzehnte danach, fühlt er die „grenzenlose Freude“, die ihn damals ergriffen hatte und ihn noch immer begleitet, wenn er durch das Brandenburger Tor geht - auf die „andere Seite“, in den Westen, den es so nicht mehr gibt. „Freilich, in der unmittelbaren Zeit vor dem Fall der Mauer hatte es Zeichen gegeben, dass etwas passieren würde, z. B. wurde die Zensur nicht mehr so streng gehandhabt,“ bestätigte Michael Fritz den interessiert zuhörenden ARS-II-Schülerinnen und -schülern, „ plötzlich gab es Demonstrationen, die sich zu einem Flächenbrand entwickelten und den maroden sozialistischen Staat und seine Machthaber nach vier Jahrzehnten Existenz zum Nachgeben zwangen.“ Die Politologin Maria Stalinski von der Deutschen Gesellschaft befragte den bekannten Autor nicht nur zu den verschiedenen Aspekten und Folgen des Mauerfalls, zur Stagnation und zum Verschwinden des „Todesortes“ Mauer, sondern auch zur Frage der Weiterentwicklung deutscher Einheit.  NJ

Etwas verfrüht aber symbolisch vollendet stand sie schon mal als kleines schwarz-rot-goldenes Willkommenssträußchen im Klassenraum der ARS-Oberstufe.

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