Die Abendrealschule Heilbronn - das Original

Der Realschulabschluss ist heutzutage Voraussetzung für viele berufliche Laufbahnen oder geht den darauf aufbauenden
Schularten voraus. Unsere seit 1963 bestehende Schule bietet die Möglichkeit, diesen Realschulabschluss im Abendunterricht zu erreichen.

Die Abendrealschule Heilbronn führt in zwei Jahren zum Realschulabschluss. Der Unterricht wird in den Räumen der Helene-Lange-Realschule in der Weststraße 33 erteilt. Diese Schule in der Nähe des Hauptbahnhofs ist gut mit der Stadtbahn erreichbar.

 

Neuigkeiten

... befinden sich die beiden Abschlussklassen der Abendrealschule Heilbronn. Nach der jetzt anstehenden ‚Schriftlichen Prüfung‘ in den Kernfächern Deutsch, Englisch und Mathematik steuern die Schülerinnen und Schüler geradewegs auf den mündlichen Teil der Realschulabschlussprüfung Ende Juni 2019 zu. Als Pflicht ist die so genannte Kompetenzprüfung zu absolvieren, wer seine Noten in den bereits genannten Hauptfächern korrigieren will oder muss, kann auch in diesen Bereichen eine mündliche Prüfung wählen. Die Vorfreude auf das Ende der Schulzeit - mit der Mittleren Reife in der Tasche - ist verständlicherweise groß, doch eröffnen sich mit dem Realschulabschluss viele neue berufliche und schulische Möglichkeiten. Und ein Grundsatz behält seine Gültigkeit:  Wer weiterhin erfolgreich sein will - muss sich auf lebenslanges Lernen einstellen. tg

Ziele setzen - jetzt an der ARS anmelden.

Die Autorin, Schriftstellerin und DDR-Bürgerrechtlerin  Freya Klier besuchte die Abendrealschule Heilbronn und die Helene-Lange-Realschule Heilbronn, um Schülerinnen und Schülern einen bewegenden Einblick in das Leben von Jugendlichen in der DDR zu geben. Zunächst stellten die vortragenden Schüler dar, was sie sich anhand der Ausstellung „Auf Biegen und Brechen – Geschlossener Jugendwerkhof Torgau 1964 -1989“ erarbeitet hatten: Jugendliche, die sich nicht in das sozialistische Kollektiv einfügen wollten oder konnten, wurden mit psychischer und physischer  Brutalität  eingeschüchtert, gebrochen und umerzogen. Im Anschluss berichtete Freya Klier als Zeitzeugin von ihrer Zeit im Kinderheim der DDR, von der Verhaftung und dem Selbstmord ihres Bruders, nachdem er wegen politischen Widerstands in die Psychiatrie eingewiesen worden war, von Ihrem gescheiterten Fluchtversuch, dem Mordanschlag, den die Staatssicherheit der DDR auf sie verübte und ihrer Ausbürgerung nach Westdeutschland.  So wurde aus der Perspektive eines Kindes und Jugendlichen besonders deutlich, wie eine Diktatur in das Leben jedes Einzelnen eingreift. Weltweit gibt es zurzeit etwa 70 Diktaturen, so die abschließende  Mahnung Freya Kliers, sich für Demokratie und Bürgerrechte einzusetzen. MH. Fotos: Freya Klier bei der Finissage der Ausstellung „Auf Biegen und Brechen“.

Der Geschlossene Jugendwerkhof Torgau war offiziell die einzige geschlossene Disziplinierungseinrichtung für Jugendliche in der DDR. In der Zeit von 1964 bis 1989 wurden dort über 4000 Jugendliche im Alter von 14 bis 18 Jahren eingewiesen, um bei ihnen einen „Umerziehungsprozess“ einzuleiten. Sie waren jedoch in anderen staatlichen Erziehungseinrichtungen weder negativ aufgefallen noch hatten sie Straftaten begangen. Richterliche Anordnungen für die Einweisungen waren ebenfalls nicht vorgesehen. Eiserne Disziplin und paramilitärischer Drill sollten eine Verhaltensänderung erzwingen mit dem Ziel, sich der „sozialistischen Lebensnorm“ unterzuordnen. Auf dreizehn Rollups dokumentiert die Ausstellung die Geschichte des Geschlossenen Jugendwerkhofs Torgau und den menschenunwürdigen Alltag der dort untergebrachten Jugendlichen. Die Abendrealschule Heilbronn befasst sich seit Jahrzehnten projektartig mit besonderen Aspekten der DDR-Diktatur. Für die Ausstellung hat die Klasse II c in fächerverbindender Weise die Vorbereitung und Ausrichtung übernommen und natürlich gemeinsam mit Realschullehrer Martin Heigold Grit Poppes Buch ‚Weggesperrt‘ gelesen. (tg) Fotos: Gedenkstätte Geschlossener Jugendwerkhof Torgau: 1, ARS HN: 2.