Schriftstellerin Grit Poppe zu Gast an der Abendrealschule Heilbronn

von Lothar Wallmann

Schülerinnen und Schüler der Abendrealschule Heilbronn tauchten bei der Lesung der Schriftstellerin Grit Poppe aus Potsdam immer tiefer in die Geschichte Jugendlicher ein, die in der DDR in die Fänge der Staatssicherheit gerieten. Sebastian und Katja sind aus unterschiedlichen Gründen in einem „Durchgangsheim“. Als Sebastian von seinem Vater dort abgeholt wird, ermöglicht er - ohne es zu wissen – Katja die Flucht und versteckt sie anschließend bei sich auf dem Dachboden. Damit er Katja und seinen Vater, der als Staatsfeind gilt, schützen kann, lässt er sich als IM der Staatssicherheit werben. Zunächst versucht er, niemanden anzuschwärzen, was er später dann aber doch macht und seine Grundsätze damit aufgibt. Die Zuhörerinnen und Zuhörer konnten sich – auch durch die Erzählperspektive – gut in die Lage der Hauptpersonen hineinversetzen und erlebten einerseits  den Alltag in den „Jugendwerkhöfen“ der DDR nach, in denen es darum ging, die Jugendlichen zu „brechen“; andererseits konnten sie auch nachvollziehen, wie und warum sich Jugendliche für die Staatssicherheit der DDR werben ließen. Die Veranstaltung, ermöglicht durch die Konrad-Adenauer-Stiftung Stuttgart, vermittelte so die Bedeutung von Demokratie und Freiheit gerade für Jugendliche. HG

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